Spielerisch den Krebs bekämpfen: Das Serious Game „Re-Mission“

Es gibt noch viel zu wenige serious games, so Ranka Bijelic am Montag während der Schulung. Serious Games sind Spiele, die durch das Spielen Wissen über bestimmte Themen vermitteln, ohne pädagogisch rüberzukommen. Wissens- und Lernspiele gibt es schon seit vielen Jahren. Leider ist die Qualität nicht allzu gut – und die Spielfreude liegt daher meist auf einem ähnlichen Niveau. Serious games sind dagegen ernstzunehmende Spiele, bei denen die Inhalte quasi im Vorbeigehen vermittelt werden. Eins der von Ranka erwähnten serious games ist “Re-Mission”.

aus dem Spiel "Re-Mission"

Krebs mit Hilfe eines Computerspiels bekämpfen – geht das denn? Nun, zumindest hat die Non-Profit-Organisation „HopeLab“ einen Schritt in diese Richtung getan, indem sie 2006 „Re-Mission“ auf den Markt brachte.

Unter Zusammenarbeit von Programmierern und Krebsspezialisten wurde ein Computerspiel entwickelt, das seinesgleichen sucht.

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22. Februar 2012 at 11:16 Hinterlasse einen Kommentar

Kompetenz in Spielewelten

Zusammen mit der Jugendschutzbeauftragten der Stadt Gütersloh, Ranka Bijelic, haben wir nochmals das Thema Gaming beleuchtet und uns intensiv (mit körperlichem Einsatz!) damit beschäftigt. Ihr erinnert euch: Bereits im Januar hatten wir die Gaming-Roadshow mit Christoph Deeg im Haus.

Am 17.März eröffnen wir – in Kooperation mit der Bürgerstiftung Gütersloh – den alten Computerspielplatz der Kinderbibliothek NEU. Ranka Bijelic unterstützt uns dabei.

Wir werden natürlich nicht die reine Spielhölle werden. ;-) Neben dem Spielen an verschiedenen Konsolen soll es auch Infomaterial und Veranstaltungen für alle Multiplikatoren geben. Wir wollen kritisch mit dem Thema “Gaming” umgehen, aber uns ist auch klar, dass diese gesellschaftliche Entwicklung auch ohne uns stattfinden würde. Also: Ignorieren bringt nichts. Wir möchten gerade Eltern eine Hilfestellung bieten, die spielerische Entwicklung ihrer Sprösslinge kritisch zu verfolgen und natürlich interessiert zu begleiten. Ranka Bijelic setzte in ihrer Fortbildung für uns alle den Akzent auf die pädagogische Seite des Themas. Wie reagieren wir auf Bedenken von Eltern? Wie können wir Eltern und andere Multiplikatoren unterstützen? Und wie erzeugen wir bei Kindern ein verantwortungsvollen Umgang mit den Konsolenspielen? Bei dem gestrigen Termin durften wir auch Spiele ab 16 und 18 Jahren ausprobieren, die durchaus auch schon in Kinderzimmern – heimlich oder auch geduldet – gespielt werden.

 

 

 

Und mal ganz ehrlich: Neben Ratatatataaaa-Spielen gibt es viele andere (Lern-) Spiele und ohne Lesekompetenz kommt man bei allen Spielen nicht weiter. Eine rundum interessante Fortbildung!

21. Februar 2012 at 12:11 Hinterlasse einen Kommentar

Schritt für Schritt – zusammen mit den Grundschulen

Auf dem Projektfeld “Schritt für Schritt – Buchstabenfit”, das wir zusammen mit der Bertelsmann Stiftung beackern, tut sich Einiges.

Beate Kerkströer, Heinrich Gutzler und Anja Krokowski

Nachdem wir in der letzten Woche Kriminalhauptkommissar Gutzler zu Gast hatten, mit dem wir eine Reihe “Vorlesen mit Experten” planen, waren in dieser Woche die Schulleitungen der Gütersloher Grundschulen eingeladen. Wir informierten sie über die Inhalte unseres Projektes und warben für eine Zusammenarbeit.

Infomaterial für Multiplikatoren

Wir starten nach den Osterferien mit der kompletten Jahrgangsstufe 1 von zwei Gütersloher Grundschulen. Die Kinder kommen bis zum Ende der zweiten Klasse mehrmals in die Bibliothek. Als Piraten stechen sie in See und erkunden die Kinderbibliothek. Sie erleben ein Bilderbuchkino und lauschen Experten aus verschiedenen Berufsgruppen beim Vorlesen. Lesefreude hat oberste Priorität!!! Bei jedem Termin wird natürlich ausgiebig gestöbert und ausgeliehen.

Anmeldungen der interessierten Schulen für ihre Jahrgangstufe 1 nehmen wir bis zum 16.März entgegen.

16. Februar 2012 at 12:34 Hinterlasse einen Kommentar

Digital Natives – die geborenen Multitasker?

Letztens widmete sich der Fernsehsender Arte  im Wissensmagazin „X:enius“ dem Thema „Generation Digital – Verändert uns die digitale Welt?“ Inhaltlich ging es um Multitasking, also um die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können und um die Frage, ob sich das Gehirn durch die Nutzung digitaler Medien verändert. Die Sendung war sehr aufschlussreich und das Thema unterhaltsam aufbereitet. Mich hat es dazu angeregt, mehr zum Thema zu erfahren. Und so begab ich mich auf die Suche nach weiteren Informationen im Netz.

Bis heute wird der Begriff „Multitasking“ gerne in die Diskussion geworfen, wenn es um die Geschlechterunterschiede zwischen Mann und Frau geht. Frauen können angeblich mehrere Dinge gleichzeitig machen, Männer dagegen sind schon bei 2 Tätigkeiten gleichzeitig heillos überfordert. Die Argumente für diese These wurden längst widerlegt und die ewigen Debatten rund um dieses Thema langweilen. Denn mittlerweile ist wissenschaftlich ebenfalls bewiesen, dass Multitasking generell zeitintensiver und fehleranfälliger ist.

Trotz alledem gibt es für Multitasking ein weiteres Diskussionsfeld: digitales oder mediales Multitasking bei den „Digital Natives“, wobei – wir ahnen es – die Digital Natives angeblich alles gleichzeitig können: mit Musik im Ohr und telefonierend im Internet surfen, kurz mal etwas bei Facebook posten und so ganz nebenbei SMS checken und Computerspiele spielen. Da fragt man sich natürlich, wie das gehen soll.
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13. Februar 2012 at 10:21 1 Kommentar

“Giftblätter” im Anflug

Morgen ist es wieder soweit, die Schülerinnen und Schüler  erhalten ihre Halbjahreszeugnisse. Und je nachdem, wie die Zensuren so ausfallen, stellt man sich als Eltern immer wieder  die Frage, wie man sein  Kind beim Lernen unterstützen könnte.
Die Stadtbibliothek bietet für Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Lernhilfen für alle Altersstufen   an.

Auch ich, Mutter von 2 Kindern im Alter von 12 und 14 Jahren,  habe schon einige davon mit nach Hause geschleppt. Sei es zur wirklichen Vorbereitung oder auch nur als Gewissensberuhigung.

Neben den klassischen Lernhilfen in Buchform, als CD-ROM oder Konsolensoftware,  kann es sich aber auch lohnen, sich mal näher mit einigen Online-Lernangeboten zu beschäftigen. Diese bieten oft multimedial gut aufbereitetes Lernmaterial, das  Unterrichtsinhalte nacharbeitet oder auf Klassenarbeiten vorbereitet.

Einige empfehlenswerte und mit Softwarepreisen  prämierte Multimedia-Angebote sind :

www.scolaris.de
Ein Online-Lerncenter aus dem Hause Brockhaus unter dem Motto „Einfach mehr Wissen“ für Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse. Individuell auf Lehrplan und Schulform abgestimmt werden den Kindern in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch Lerninhalte vermittelt und Übungen bereitgestellt. Darüber hinaus stehen von Montag bis Freitag Pädagogen telefonisch zur Beratung zur Verfügung. Die Plattform ist kostenpflichtig. Über Kosten und Angebot kann man sich direkt auf der Startseite informieren. (weiterlesen…)

9. Februar 2012 at 10:51 2 Kommentare

Bin ich ein Digital Native und Was ist das überhaupt?

Während ich über YouTube ein Musikkonzert höre, recherchiere ich im Netz zu einem Blogbeitrag, öffne gleichzeitig meinen Email-Account, um eine Mail zu schreiben, speichere einen Link bei Delicious ab und unterhalte mich in der Küche mit einem menschlichen Wesen – bin ich vielleicht doch ein wenig „Digital Native“ trotz meines hohen Alters oder bleibt es bei meiner rigorosen Zuteilung zu den „Digital Immigrants“?

Das lässt sich doch herausfinden, denke ich mir – wozu gibt es schließlich Google? Und Google liefert mir auf meine Suchanfrage hin prompt einen Test. Zwar in Englisch nach dem Multiple-Choice-Prinzip und laut zahlreichen Usern der Internet-Gemeinde leicht veraltet, aber machbar.

Und jetzt ist es offiziell – ich bin ein „Desktop Veteran“! Das klingt gar nicht gut, das klingt ziemlich alt. Und die Beschreibung des „Desktop Veteran“ offenbart:

Ich erscheine aufgrund meines High-Speed-Anschlusses und meines Computers als technisch orientiert aber bezüglich der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten bewege ich mich auf dem Stand von 2004! Und mein Handy nutze ich angeblich nur zum Telefonieren.
O. K., das Handy nutze ich tatsächlich nur zum Telefonieren und seitdem es Tablet PCs gibt, ist selbst mein Netbook veraltet.

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6. Februar 2012 at 12:23 5 Kommentare

Social Reading mit Goodreads

Wenn man gerne und viel liest, stellt sich einem vielleicht einmal die Frage: Das Buch hier kommt mir doch bekannt vor! Habe ich das schon gelesen oder nicht?

Auch diese Situation kommt wohl vielen bekannt vor: Man hat ein Buch gelesen, das einen völlig begeistert hat, und man möchte sich unbedingt mit jemandem darüber unterhalten, findet aber niemanden, der das Buch ebenfalls kennt. Auch wir kennen diese Situationen natürlich. Und wir haben ja noch Glück: Unter den Kolleginnen und Kollegen findet sich häufig jemand, der als Diskussionspartner herhalten kann. Aber nicht immer findet sich jemand.

Die Lösung findet man zum Beispiel auf Goodreads, einer kostenlosen Seite im Netz, mit deren Hilfe man einen Bibliothekskatalog der Bücher anlegen kann, die man schon gelesen hat, die man gerade liest oder die man noch lesen möchte.

Die Startseite des Social-Reading-Anbieters.

Aber Goodreads kann noch einiges mehr …

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1. Februar 2012 at 17:13 Hinterlasse einen Kommentar

Schritt für Schritt – Buchstabenfit

Und noch ein Projekt?! Aber ein schlaues Projekt!

Uns ist ja schon länger aufgefallen, dass wir häufig dieselben Kinder in unseren Nachmittagsveranstaltungen sehen. Und die Kinder, deren Eltern kein Faible für Bücher, das Vorlesen und die Bibliothek haben, erst spät (oder nie? Oh je!) von unserem Dasein erfahren.

Das wollen wir ändern. Da wir das alleine nicht schaffen, haben wir uns einen Sponsor gesucht. Mit Hilfe der Bertelsmann Stiftung erarbeiten wir derzeit Module, die wir in einem ersten Schritt, Grundschulklassen anbieten werden. Wir haben für die Projektzeit in Beate Kerkströer eine fähige Kollegin gefunden, die mit viel Kreativität und Erfahrung, einzelne Veranstaltungen entwickelt.

Beate Kerkströer und Anja Krokowski (Teamleitung der Kinder- und Elternbibliothek)

 Der Plan ist ganz einfach: Schülerinnen und Schüler besuchen innerhalb eines Schuljahres mehrmals die Stadtbibliothek. Spielerisch lernen erste und zweite Klassen die Bibliothek kennen. Gehen als Piraten auf Schatzsuche, werden Bücherdetektive, stöbern und lernen die Grundkenntnisse für die Bibliotheksnutzung kennen. Natürlich haben wir auch ein Angebot für die Großen, also die Eltern. Eltern-Kind-Nachmittage sollen fester Bestandteil dieses Projektes sein. Wir können uns auch vorstellen, Multiplikatoren (Lehrer, Eltern u.a.) im Bereich der Leseförderung zu schulen.

Und hier muss es noch einmal gesagt werden: Lesen zu können ist das A und O, um erfolgreich durch das Leben zum kommen.

 

27. Januar 2012 at 15:33 6 Kommentare

Praxissemester in der Stadtbibliothek Gütersloh oder:

Wie jetzt – ich muss wieder weiterstudieren?!

Wie kommt man als Studierende an der Hochschule der Medien in Stuttgart auf die Idee, sein Praxissemester im fernen NRW zu verbringen?

Da ich diverse Bibliotheken und das Literaturarchiv in meinem „Heimatländle“ Baden-Württemberg schon erkundet hatte, war ich neugierig darauf, wie es sich denn in einer Stadtbibliothek im schönen NRW so arbeiten ließe.

Und ich muss sagen – mein Praxissemester in der Stadtbibliothek Gütersloh zu verbringen, war eine der besten Entscheidungen, die ich in meiner Studienzeit getroffen habe!

Sarah Zimmert, Semesterpraktikantin

Sarah Zimmert, Semesterpraktikantin

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24. Januar 2012 at 15:02 2 Kommentare

An die Konsolen – Gütersloher on Tour

ACHTUNG NEBENWIRKUNGEN: Es könnte zu Muskelkater in Beinen und Schultern kommen. Puuuh! Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das so „körperintensiv“ ist. Und ziemlich lustig!

Nachdem wir gestern verschiedene Konsolenspiele ausprobieren konnten und geschult wurden, freuten wir uns heute auf viele motivierte Kunden.

Um 10.00 Uhr stand schon eine große Gruppe vor der Tür, die es gerade noch schaffte, ihre Jacken aufzuhängen und gleich darauf loslegte. Und schnell war unsere Bibliothek gut besucht.

Auf der zweiten Etage spielten an sechs Konsolen (Wii & XBOX 360) verschiedene Gruppenkonstellationen: Vor allem Kinder, Jugendliche, Kinder mit ihren Eltern. Wir haben ja immer gedacht, das Alter bringt Rückenprobleme, aber auch bei den reaktionsschnellen Spielen wurde so mancher Vater von seinem Knirps in die Tasche gesteckt. ;-)

                                

Natürlich wurde nicht nur gespielt, sondern auch viel miteinander (gerade mit Erwachsenen) geredet und natürlich gab es auch Menschen, die ihre Ängste bezüglich des Gamings mitteilten. Aber wir wissen  ja: Ignorieren bringt nichts! So kamen viele gute Gespräche mit unseren Kunden zustande.

Auch hier schon einmal ein Hinweis, dass wir – in Kooperation mit der Bürgerstiftung Gütersloh – ab 17.März Spiele für die Kinect und DS-Konsolen zum Ausleihen anbieten werden.

21. Januar 2012 at 14:09 2 Kommentare

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